2003 - Ladykillers
| FN |
Die Gangster und die Lady |
| Mit den "Ladykillers" haben die Freilichtspiele Thalgau eine mit schwarzem Humor versehene Krimi-Komödie auf die Bühne gebracht. |
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24. Juli 2003
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| THALGAU. |
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Wenn eine bunt zusammengewürfelte Gangsterbande und eine harmlose alte Dame aufeinander treffen, kann es nur schlecht ausgehen - für die Gangster! So fügt es sich zumindest in William Rose's "Ladykillers", einer rabenschwarzen Krimikomödie, die einigen vielleicht durch die Verfilmung mit Alec Guinness in Erinnerung sein mag. Regisseur Michael Silbergasser und die Freilichtspiele Thalgau haben das Stück zu einem harmlosen Theatervergnügen aufbereitet. Im zweiten Teil gibt es zwar viele Leichen, aber trotz der makabren Handlung entsteht beim Publikum statt Gänsehaut nur vergnügtes Lachen. Die schrullige Mrs. Wimmerford - Hertha Leitner kämpft sich als die alte Lady trotz gebrochener Schulter tapfer durch die Aufführung - wird von dem vom kolerischen "Professor" Marcus (Peter Mayrhofer) angeführten Gangsterquintett unwissentlich in die Pläne für einen Bankraub mit einbezogen. Als angebliche Hobbymusiker hat sich die Bande bei Mrs. Wimmerford eingemietet. Sie "erfreut das "Streichquintett" stets mit frischgemachtem Tee. Obwohl genervt von der alten Lady, benutzen die Gangster Mrs. Wimmerford dennoch, sich von ihr nach erfolgreichem Bankraub das Geld in einem Koffer bringen zu lassen. Die Polizei hegt keinen Verdacht. Als Mrs. Wimmerford die Zusammenhänge entdeckt, beschließen die Bösewichte sie umzubringen. In der Auseinandersetzung, wer die Mordtat vollziehen soll, bringen sich die Gangster einer nach dem anderen gegenseitig um. Übrig bleibt Mrs. Wimmerford mit dem Geld, denn die Polizei nimmt sie nicht ernst. Mit viel Engagement und manchem lustigen kleinen Patzer spielen sich die Thalgauer Theateramateure durch die mit skurrilem Humor durchsetzte Komödie. Gestört wird der Spannungsbogen des Stücks allerdings durch die vielen Umbauten, die die verschiedenen Schauplätze erfordern. Dadurch verpufft auch so manch lustiger Gag. Regisseur Silbergasser hätte hier vielleicht auch eine andere Lösung finden können. Besonders zum Tragen kommt der Witz der "Ladykillers", wenn sich die Gangster aus Angst vor der Polizei verstecken und Mrs. Wimmerford Anweisungen geben, wie sie den Polizeibeamten an der Haustür los werden soll. Gelungen auch der Auftritt der Freundinnen im Haus der alten Lady. Herzlicher Applaus des Publikums ist den Akteuren auf der Freilichtbühne jedenfalls sicher. Die "Ladykillers" sind noch am 25. und 26. Juli sowie am 1. und 2. August in Thalgau zu sehen. |

